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Korrespondenz: Alfred Escher – Eduard Häberlin

AES B1447 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#591*

Eduard Häberlin an Alfred Escher, Bern, Dienstag, 3. Juli 1855

Schlagwörter: Bundesrat, Grosser Rat TG, Kommissionen (eidgenössische), Nationalrat, Nationalratspräsident, Wahlen

Briefe

SCHWEIZERISCHE
BUNDESCANZLEI

Mein lieber Freund!

Für die nicht allzu große Stimmenzal als Präsident wirst Du keinen weitern Erklärungsgrund bedürfen, nachdem Du die Wahl des Vizepräsidenten vernommen hast. Sonst darüber kein Wort, als daß die Grundsätzlichkeit wie es scheint, nicht nur dem thurg. Gr. Rathe, momentan, abhanden gekommen ist. P. S. Die Franzosen portiren in Folge ihrer gestrigen reunion Hrn Briatte; allein die «Ständeräthe» wollen à tout prix ihren Fornerod und eine große Minderheit Franzosen,ebenfalls Wäffler Egli läßt dich angelegentlich grüßen Briatte scheint keine Chançen zu haben &. das confeßionelle Moment zu Gunsten von Knüsel hinlänglich urgirt zu werden. Kurz ich finde wenig Freude an der Situation &. Stimmung der Räthe.

Müde &. übelgelaunt begab ich mich gestern Abend frühe in's Bett und dachte meines abwesenden Freundes. Einen Augenblick war ich mit Huber &.Ritter bey Röseli . Man nimmt an, daß in 3 Wochen die Sitzung beendiget sein werde.

So aber ist als 2tes Mitglied der Pet.Kommißion gegenüber Blösch : Bützberger gewählt worden.|

Ich habe den Tisch voll Straf Ackten usw. , mit welchen ich aufräumen soll.

Was weiter begegnet, will ich melden.

Meine freundl. Grüße bei Hause
Dein

Ed. H

Bern d. 3 Juli 1855.

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