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Korrespondenz: Alfred Escher – Alexander Schweizer

AES B1324 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#449*

Alexander Schweizer an Alfred Escher, Zürich, Mittwoch, 17. Mai 1854

Schlagwörter: Bildungswesen, Personelle Angelegenheiten, Universität Zürich

Briefe

Hochgeachteter Herr.

Gestern endlich ist von Schlottmann eine Antwort gekommen, so geneigt er wäre in Zürich zu wirken und die neutestl. Exegese zu übernehmen, so müsse er doch sofort (am Tage nachdem er die Anfrage erhalten) erklären, daß er auf eine allfällige Berufung unter den von mir erwähnten Bedingungen unmöglich eingehen könnte.

Von Herrn Jonas erfahre ich, daß Schlottmann schon 35 Jahre alt ist, jährlich 1800 Thaler habe nebst Aussicht zu Reisen, kurz schon in der Weise vorwärts gerückt sei, daß er wohl nur als Ordinarius mit vollem Gehalt kommen könnte.

Vielleicht veranlaßen Sie doch nun die Facultät, sich irgendwie zu betheiligen; da meine Collegen leicht meinen könnten, ich bemühe mich um Anzustellende ohne alle Berücksichtigung der Collegen.

Hochachtend empfiehlt sich Ihnen

Ihr ergebenster

Alex. Schweizer

Z. 17 Mai 1854

Ich habe auch über Repetent Köstlin nun Erkundigungen eingeleitet.

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