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Korrespondenz: Alfred Escher – Franz Hagenbuch

AES B1154 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#244*

Franz Hagenbuch an Alfred Escher, Zürich, Montag, 10. Januar 1853

Schlagwörter: Eisenbahnen Bau und Technik, Eisenbahnen Betrieb, Eisenbahnen Verträge, Eisenbahnstrecken Konzessionen, Grosser Rat / Kantonsrat ZH, Grosser Rat SH, Regierungsrat SH, Regierungsrat ZH, Rheinfallbahn (RFB), Zürich-Bodensee-Bahn (ZBB)

Briefe

Zürich, 10 Jenner 53.

Mein Freund!

Bei nochmaligem Nachdenken über die Art, wie der Eingang der Konzession für die SchaffhausenWinterthur Bahn zu redigiren sei, finde ich, daß gar keine Hindernisse entgegenstehen, die Redaktion ganz der Konzession für d. ZürichRomanshorn Linie nachzubilden. Schon unterm 4 dss hatte die Reg. von Schaffhausen der hiesigen angezeigt, in welcher Fassung die Konzession dem schaffh. Gr. Rathe werde vorgelegt werden, & durch telegraphische Depesche berichtete sie sodann am 6 dss nicht etwa an eine Privatperson, sondern an die hiesige Regierung, daß die von ihr vorgeschlagene Konzession vom Gr. Rathe genehmigt worden sei.| Von diesen Verhältnissen gabst Du dem Gr. Rathe in Deinem mündlichen Berichte ausführlich Kenntniß, der wußte also, daß & wie die Konzession vom Gr. Rathe des Ks Schaffhausen ertheilt sei.

Warum sollte man unter diesen Umständen nicht sagen dürfen?

«mit Hinsicht (es heißt nicht «nach Einsicht») auf die vom Gr. Rathe des Kantons Schaffhausen am 6 Jenner l. Js. ertheilte Konzession für den Bau & Betrieb einer Eisenbahn von Schaffhausen über Andelfingen nach Winterthur, & da der Gr. Rath des Ks Schaffhausen unterm gleichen Datum dem Vertrage zwischen den Kantonen Zürich & Schaffhausen betreffend die Erstellung einer Eisenbahn von Schaffhausen nach Winterthur die Genehmi| gung ertheilt hat.»

Ich würde ohne weiters diese Redaktion von mir aus wählen, zumal auch Dubs damit einverstanden ist, wenn ich mich nicht daran stoßen würde, daß du das Alles so gut wußtest wie ich, & doch eine andere Redaktion vorschlugest. Verzeihe mir, wenn ich Dich bitte, mich wissen zu lassen, ob Du Dich mit mir einverstanden erklären könnest; wenn nicht, mir deine Redaktion mitzutheilen, weil ich deinen im Reg.Rathe gemachten Vorschlag entweder unrichtig aufgefaßt habe, oder dann nicht für geeignet halte, da da die Bedingung am Schlusse der Konzession ausdrücklich von einem Beschlusse des Gr. Rathes des Ks Schaffhausen spricht.

D. Circular ist, wie es scheint, noch nicht aus dem Thurgau zurückgekommen.|

Ich wünsche Dir angenehmere Verrichtungen in Bern, als ich mir sie für Dich voraussehe, & grüße dich herzlich.

Dein

Hagenbuch.