Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Franz Hagenbuch

AES B0870 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#244*

Franz Hagenbuch an Alfred Escher, s.l., Donnerstag, 10. April 1851

Schlagwörter: Bundesjubiläum ZH (1851), Feiern und Anlässe, Kommissionen (kantonale), Parteienstreitigkeiten, Schweizerische Bundesverfassung, Sonderbund

Briefe

Mein l. Freund!

Leider konnte ich das Schreiben, womit Uri die Absendung von Abgeordneten zum Jubiläumsfest ablehnt nur flüchtig durchlesen, & kann dir daher nicht genau referiren, die Tonart aber, worin das Lied pfeift, ist so bestimmt ausgedrückt, daß dir Weniges genügen wird. Die Urner erklären, daß die letzten Jahre des halben Jahrtausends solche Ereignisse mit sich gebracht hätten, die ihnen die Theilnahme unmöglich machten, der Sonderbundsfeldzug hätte noch zu bittere Gefühle zurückgelassen, & sie müssen mit Bedauern bemerken, daß namentlich auch Zürichs Stimme wesentlich die eingetretenen Ereignisse habe herbeiführen helfen. Dann expektoriren hoch auch über die ihnen «aufgedrungene Bundesverfassung».

Die Illuminationskommission weigert sich, einen Aufruf zur Beleuchtung zu erlassen, was die Festkommission, die morgen Sitzung haben wird, thun wird, weiß ich nicht; wahrscheinlich wird sie selbst einladen.

Dein

H.

10. April 51.

Kontexte