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Korrespondenz: Alfred Escher – Franz Hagenbuch

AES B0839 | ZBZ FA Escher vG 207.103

Alfred Escher an Franz Hagenbuch, Bern, Dienstag, 19. November 1850

Schlagwörter: Bildungswesen, Gemischte Ehen (Bundesgesetz), Kommissionen (kantonale), Personelle Angelegenheiten, Rechtliches

Briefe

Mein lieber Freund!

Ich danke dir für Deine Mittheilungen von gestern. In unserer lieben Vaterstadt wird der Zopf besiegt, aber – von dem Urzopfe!!

Am Samstag Abend habe ich dir unmittelbar vor Abgang der Post geschrieben. Der Weibel brachte mir die Zusicherung, daß der Brief noch dem Conducteure mitgegeben worden sei. Du hättest ihn also am Sontag Morgen bekommen sollen. Es fällt mir nun auf, daß Du in Deinem Briefe von gestern mir nichts davon schreibst & ich befürchte beinahe, Du habest mein Schreiben nicht bekommen. Es enthielt meinen Bericht über das Gesetz betreffend die gemischten Ehen & einen | Brief an Ludwig Snell, den ich dem letztern zuzustellen bat. Beruhige mich doch über den Eingang meines Schreibens.

Beiliegend überschicke ich Dir die Redaction der Gesetzesentwürfe betreffend die Schullehrerbesoldung & die Unterstützungen an Schulgenossenschaften nach den Anträgen der Mehrheit der Commission. Es wären also nur noch die Minderheiten, deren Aufnahme in den Entwurf verlangt worden ist, aufzunehmen, wie sie Dir eingegeben worden sind. Die Weisung, die nicht sehr einläßlich zu sein braucht, hast Du ohne Zweifel schon gemacht.

Mit bestem Gruß an den Herrn, die Frau & die Jungfer Gevaterinn

Dein

A Escher

Bern
19. XI. 50

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