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Korrespondenz: Alfred Escher – Gerold Meyer von Knonau

AES B0799 | ZBZ FA Meyer vK 32v.125

Alfred Escher an Gerold Meyer von Knonau, Belvoir (Enge, Zürich), Donnerstag, 30. Mai 1850

Schlagwörter: Bildungswesen, Erziehungsrat ZH, Gymnasien, Kommissionen (kantonale), Personelle Angelegenheiten, Wahlen

Briefe

Hochgeachteter Junker Staatsarchivar!

Sie haben die Güte gehabt, mir Ihr interessantes Kartenwerk zu übersenden. Ich beeile mich, Ihnen dasselbe bestens zu verdanken. Der dem Unternehmen zu Grunde liegende Gedanke scheint mir ein trefflicher zu sein. Nichts ist gewiß dazu geeignet, der Zustand unsers Landes in den verschiedenen Zeiten anschaulicher zu machen, als solche Karten.

Bereits ist der Vorschlag für die Bestellung der Aufsichtscommission des Gymnasiums, den ich als Director des Erziehungswesens anzufertigen habe, entworfen gewesen, als ich Ihren v. Brief erhielt. Daß Ihr Name auf demselben nicht gefehlt hat, glaube ich Ihnen nicht erst versichern zu müssen. Ich freue | mich für die Anstalt, wenn Sie derselben auch fürhin Ihre Aufmerksamkeit, Zeit & Kraft zuwenden wollen.

Ich bin mit Ihnen ganz einverstanden, daß eine Reduction der Mitgliederzahl der Aufsichtscommission nicht am Platze wäre & ich gedenke auch durchaus nicht, auf eine Veränderung der dießfälligen Bestimmung des Reglementes anzutragen.

Mit freundschaftlicher Hochachtung

Ihr ergebener

Dr A Escher

Belvoir
30. V. 50.

Kontexte