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Korrespondenz: Alfred Escher – Gerold Meyer von Knonau

AES B0715 | ZBZ FA Meyer vK 32v.125

Alfred Escher an Gerold Meyer von Knonau, Belvoir (Enge, Zürich), Montag, 19. Februar 1849

Schlagwörter: Parteienstreitigkeiten, Verfassung ZH

Briefe

Hochgeachteter Herr & Freund!

Ich danke Ihnen herzlich für die erfreuliche Mittheilung, welche Sie mir mit Ihrem verehrlichen heutigen Schreiben zu machen im Falle waren. Dieß Ergebniß in einer Stadtgemeinde ist sehr überraschend & scheint durchblicken zu lassen, daß auch die Stadtbewohner nach & nach der Leitung, welcher sie sich bisher zu ihrem Verderben blindlings unterstellten, satt werden dürften. Gewiß sind Männer wie Sie besonders dazu geeignet, einen solchen Umbildungsprozess zu befördern & einen größern Dienst könnten Sie Ihrer Vaterstadt nicht erweisen.

Der Eingang des Briefes von Freund Furrer ist mir unverständlich & ich kann | mich daher über denselben nicht aussprechen. Ihrem Wunsche gemäß schließe ich ihn bei.

Genehmigen Sie die erneuerte Versicherung meiner vorzüglichen Hochachtung & freundschaftlichen Ergebenheit.

Dr A Escher

Belvoir
19. II. 49.