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Korrespondenz: Alfred Escher – Hans Rudolf Strickler-Fierz

AES B0637 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#478*

In: Jung/Wiederkehr, Escher Briefe, Band 4, Nr. 7

Hans Rudolf Strickler-Fierz an Alfred Escher, Zürich, Sonntag, 6. Mai 1849

Schlagwörter: Bundesfinanzen, Handelskammer ZH, Zollwesen

Briefe

Herrn Dr A. Escher. President der National-Versammlung in Bern.

Hochgeachteter Herr!

Ich hatte Gelegenheit von meinem Freunde Herrn Zangger zu vernehmen, daß es in Ihren Wünschen liege einzelne Ansichten von Fachmännern der Industrie über den in Berathung stehenden Zolltarif1 zu vernehmen. – Für diese Ihre Theilnahme am Wohl od. Weh schweiz. Industrie kann ich nicht umhin Ihnen meinen freudigen Dank auszusprechen. – Wenn ich dann ferner mir erlaube, einige Bemerkungen über diese hochwichtige Angelegenheit an Sie zu adressiren, so möchte Sie vorerst um gefällige Nachsicht bitten, welchem ich ferner noch vorausschike, daß ich mir kaum getraut hätte einen solchen Versuch zu machen, wenn ich nicht sehen würde wie die Gegner von Schutzzöllen sich nicht scheuen die unstichhaltigsten Behauptungen anzuführen um eigenem Interesse zu dienen.

Die allgemeinen Ansichten meines Freundes HerrnZangger über das Zollwesen und den Tarif selbst muß ich mit voller Überzeugung unterstützen. Leider wird man einstweilen nur Unvollkommenheiten zu erwarten haben u. das Beßere spätern Zeiten vorbehalten müssen; denn der Wiedersprüche u. Interessen kreuzen sich noch zu viele.

Ohne zwar das Gutachten der züricher. Handelskammer2 genügend zu finden, so muß ich diesem einen bedeutenden Vorzug gegenüber dem Vorschlag der eidgen: Zollcommission3 einräumen. Ersteres scheint mir nämlich auf einer bessern Basis zu beruhen, insofern doch nicht erzwekt werden kann, daß die Verzollung wie in England u. Amerika nach dem Werth statt nach Gewicht bezogen wird. Das zürch. Gutachten läßt die matières premières – welche die schweiz. Fabriken haben müssen – den alten bisherigen Zoll bezahlen, was für die Fabrikanten sehr wichtig – nöthig u. gerecht ist, ansonsten die größte Summe der Bundeszoll-Einnahme auf die Schultern der Industriellen gewälzt würde. Sollte der Tarif der eidg. Zollcommission maßgebend sein, was Gott verhüten möge, so werden in erster Linie die Fabrikanten, namentlich Bw. Spinnereyen u. andere Consumenten roher Produkte stärker mitgenohmen, als wenn man dem Staate doppelte u. 3fache Vermögenssteuern bezahlen müßte, u. der Kanton Zürich hätte die Ehre den größten Theil an die eidgen. Uerte4 zu zahlen. Nebst den freundnachbarlichen Chikanen | der Deutschen, Franzosen, Oestreicher etc. etc. wollen uns also unsere lieben theuren Eidgenossen und Freyhandelsmänner noch den letzten Stoß geben – mit Vertheurung der rohen Stoffe, weil ihre Ansätze für fremde Fabrikate eben nicht ausreichen um die Bundescassa & weitere Zollspesen gehörig zu decken. Dagegen soll dem inländischen Fabrikanten ja kein Ersatz angeboten werden – als etwa ½ bis 2 Prozent – um gegen die ausländische Macht zu Felde zu ziehen. Das heißt gerade so viel als wenn man eine Festung mit einer Windbüchs einnehmen wollte!

Es ist sehr zu bedauern daß man gegen Verzollung nach dem Werth der Waaren oder nach Prozenten so eingenommen zu seyn scheint. Will man denn klüger sein als die im Zollwesen ergrauten Engländer, Amerikaner etc: ? Ist es nicht leicht möglich den Werth der Waaren in den Frachtbriefen gleich neben die Gewichtsangabe zu schreiben? Ich denke ja! denn es muß dieß ja auch geschehen wenn die Waaren assekurirt werden. – Wenn bloß nach dem Gewicht verzollt wird – ohne Rücksicht auf den Werth der Artikel, so ist es einleuchtend, daß gerade nur das geringere Publikum am meisten besteuert wird: ich erwähne als Beyspiel nur der Seidenstoffe gegenüber groben Tücher, Zwilch5 etc ; feine Damen Strohhüte – gegen Geringe, Obst & Most gegenüber Champagner etc.

Weit entfernt mir von einem vernünftigeren Zollsistem goldene Berge zu versprechen – oder nur eigenem Interesse fröhnen zu wollen, ärgert es mich auf der andern Seite ungemein, wenn unsere Gegner eine geregelte und geschützte Mauthlinie so mit schwarzen Farben schildern, von Schmugglerey reden &c, bevor sie nur wissen mit welchem Schutzzoll (dieser Titel ist eigentlich zu grell) man sich begnügen würde, und daß dieselben den Schaden der Consumenten so übertrieben angeben. Mit unserm Freyhandelsystem lachen uns unsere Nachbarländer nur aus und die Anhänger desselben sind so gewiß auf dem Holzweg als 2x2=4 ist. – Es sollte einleuchtend seyn, daß es klüger wäre 2 Fliegen mit einem Schlag zu fangen als nur eine, d. h. die fiskalischen Zwecke der Bundescassa erreichen und zugleich den eigenen Landeskinder mehr Brod u. Vortheil zu verschaffen, zumahlen es in ein und denselben Unkösten zugeht. – Man versucht vor einem Schutzzollsistem abzuhalten indem man die Consumenten & Produzenten einander gegenüber stellt; – aber wer kann mit Grund verneinen6, daß der Produzent nicht tausend u. tausend Sachen consumirt die er auch nicht selbst machen kann! Das Wohl des Einzelnen ist im Glück der Gesammtheit verwoben, | seit die Welt besteht. Gelehrte, Capitalisten, Beamtete, Zwischenhändler, Landwirthe – z. B. sind allerdings einigermaßen mehr Consumenten als Produzenten; allein die Zahl derjenigen die vom tägl. Lohn leben müssen ist doch wohl weit größer. – Wer giebt nun wohl diesen arbeitenden Klassen mehr Brod? Die sogenannten Consumenten oder die Fabrikanten? Einzelne Bedienstete genügen für die Erstern – u. Letztere beschäftigen so viel, daß sie sehr oft das eigene Geld opfern müssen um die Arbeiter den Drang der verdienstlosen Zeiten nicht entgelten zu lassen. Das starke England hat noch immer Zölle – und Herabsetzung derselben betraf meist nur die Lebensmittel; u. doch hätte dasselbe keine Concurrenz zu fürchten. Durch seine Herrschaft über die Meere haben sich daselbst die großartigsten Etablissements erhalten können – u. sind eben darum so gefährlich für unsere Schweiz, weil sie die herbsten Stöße zu ertragen vermögen und den Verkauf ihrer Fabrikate ohne Rüksicht auf Schaden oder Nutzen erzwingen, wenn sie große Massen von Waaren haben. – Wo immer Nothverkäufe nöthig sind, so schikt man gewöhnlich die Waaren noch geschwind nach der Schweiz. – Die hohen Zölle in Oestreich, im Zollverein7, Amerika etc hatten weniger zum Zwecke dem Fiskus zu dienen als die Einführung der Industrie zu befördern, u. ist leider nur zu sehr gelungen. Meistens Schweizer haben sich dahin übersiedelt – u. ich bezeichne u. A. Herrn Dr Erpf8. – Freylich will man sagen der Vortheil sey nicht so sehr erheblich; aber dieß wäre höchstens vorübergehenden Störungen zuzuschreiben und dem unsinnigen Eingangszoll auf rohe Stoffe. – Wenn zu Gunsten des freyen Handels die blühende Bwoll -Industrie, die Seiden & Uhrenfabrikation etc. zitirt werden, so beweist dieß gar nichts! Der Flor der Bwoll -Industrie datirt sich von der Zeit her wo noch keine so schweren Zollgürtel um die Schweiz entstanden waren, u. seit dieß geschah – so mußte man leider eben den Absatz in der weiten Welt suchen und mit den ungünstigsten Verhältnissen vorlieb nehmen. Die Uhrmacherey u. Seidenfabrikation haben ihre eigenen Schutzverhältnisse vor ausländischer Concurrenz, u. diese Artikel können weit eher gewinnen als verlieren, wenn die Schweiz sich endlich endlich ermannen wollte und sich Begünstigungen bedingen statt erbetteln könnte. –

Auch der Export-Handel kann bey mäßigem Eingangszoll der Rohstoffe u. verhältnißmäßigen Rükzöllen9 nichts verlieren, und wenn im Innern der Schweiz ein Artikel anfänglich den Käufer etwas höher zu stehen käme, so sind gleich andere da die auf Concurrenz sinnen und das Gleichgewicht wieder herstellen.|

Überhaupt ist die Meinung über den blühenden Fabrikzustand in der Schweiz mehr vom Schein als von der Wahrheit entnohmen. – Die Drukereyen die sich bisanhin noch vor dem Verfall haben erhalten können führen in der Regel ein sieches Leben, d. h. sie haben keinen Verdienst und stehen die Hälfte Zeit still, oder sie sind feil und finden keine Käufer. An den Fabriken die noch etwa zu andern Zwecken gekauft werden – geht ein großes Geld verloren u. der Werth der Maschinen ist auf unbestimmten Grad gesunken, weil keine Nachfrage dafür mehr existirt. Soviel ist gewiß, daß seit langer Zeit keine Kapitalien auf Fabriken erhältlich sind, weil deren Credit untergraben ist u. sich keine Liebhaber zeigen wenn etwas an die Gant10 kommt.

Und dennoch erhebt die Basler & Genferparthei ein so großes Geschrei, wenn die Bienen des Landes auf ein rationnelleres Sistem dringen, obwohl die 50,000 Petenten nicht einmal aussprachen wie hoch in Zahlen sie gerne gegenüber dem Auslande und Allen denen die den im Inlande noch übrig gebliebenen Wohlstand weg escamotiren – geschützt seyn möchten. – Ich bin versichert, daß man sich mit 10 bis 20 Prozent Schutz, wenn man dieß einen Schutz nennen kann, für Halb u ganz-Fabrikate allgemein begnügen würde, und das wäre doch wahrlich eine bescheidene Entschädigung für die vielen Vermögens- Erwerbs- Assekuranz- Gemeindssteuern – für Armensteuern – für Kirche u. Schulunterstützungen u. s. w. u. s. w! woran der Ausländer nichts zu zahlen braucht, der uns vielmehr noch Fruchtsperren veranstaltet u. uns auf andere Arten mehr aussaugt & chikanirt. –

Ein weiterer Grund den man für das Freihandelwesen will geltend machen ist der, weil viele Fabrikate nur zur Veredlung in die Schweiz kommen u. wieder exportirt werden. Dieses Verhältniß kann auch ferner bestehend gemacht werden vermittelst Rükzöllen u. Ausweis. Könnte das Zollwesen in allen Ländern aufgehoben werden, so wäre es auch ein Unding für die Schweiz, geschieht Ersteres aber nicht – so muß die Schweiz oder dessen Industrie immer mehr abnehmen und der Sozialismus wird immer drohender werden, & die Schuld muß auf die Freihandelsmänner zurükfallen. | Besondere Aufmerksamkeit verdient die Linnenindustrie. – Nach Gonzenbach11 – der die Jahre 1842 à 1846 in Anschlag nahm – ist jährlich durchschnittlich eingeführt worden in die Schweiz

an Hanf, Reisten12 u. Flachs..... Ctr 13816} also mehr ein als ausgeführt
ausgeführt in den Deutschen Zollverein, Frkreich " 1380} Ctr 12436.
Hanf & Reistengarn, Leinwd Band.Faden, Seilerwaar., Wachsleinwd, Zwilch & Packtuch
Einfuhr Ctr 1578. Ctr 10282. Ctr 1011. Ctr 307. Ctr 2167.
Ausfuhr " 214 " 2119 3 20.
Mehr Einfuhr Ctr 1364. 8163. 1008. 287. Sa Ctr 10,822.

Wenigstens so viel würde also vom Auslande eingeführt, u. dafür der Arbeitslohn von den guten Schweizern bezahlt; und doch wäre die Fabrikation dieser Artikel bey uns schon längst einheimisch. Es wird aber gewiß eine größere Masse Schwabentuch eingeführt. Gleich wir vor ca 30 Jahren die Bwoll weberey erst recht durch die Erfindung der mechan. Spinnereyen entstehen konnte, so ist auch jetzt das Mittel gefunden den Hanf u. Flachs zu spinnen und einer sistematischen Weberey den Weg gebahnt, – die entstandenen 3 Spinnereyen sind aber kaum in Gang gekommen so wird ihnen schon von englischen, belgischen französischen Garnen Krieg erklärt, welche haufenweise nach der freien Schweiz strömen u. so auch Leinwand. – Es sind diese Garne meist aus Abwerg13 gesponnen, also geringer in Qualität als unsere Schweizergarne aber natürlich wohlfeiler u. weniger dauerhaft als unsere Garne aus langem Stoffe. – Dieß hat zur Folge, daß der Absatz stockt und nicht einmahl alle Maschinen oder alle disponible Kraft in Thätigkeit gesetzt werden kann. Nur die bessere Aussicht auf Verkauf mangelt um eben so billig in Spinnerey u. Weberey arbeiten zu können wie England. Wer möchte aber versucht seyn mit etwa 1 Prozent Schutz, wie die eidgen. Zollcommission u. s. w. vorschlägt hunderttausende von Franken zu verwenden, um die gesunkene Landesindustrie in Leinwand wieder zu beleben u zu Ehren zu bringen.

Eine genügende Unterstützung durch einen Schutzzoll von 10 à 15% wäre für die gutgemeinten Absichten der Unternehmer von Flachsspinnereyen eine eigentliche Nationalpflicht, und würde Niemandem zum Schaden gereichen, denn auch in diesem Artikel ist keine Erhöhung der Preise gedenkbar, weil die Concurrenz im Innlande schon hergestellt ist.| Schon bloß mit Verwendung und Bestellung von Sommerstoffen – Zwilch – für das schweizerische Militär könnten eine Menge Arbeiter Beschäftigung finden u. die Noth der Bwoll weber im östl. Theil unsers Kantons damit theilweise gehoben werden, während dem sonst die fremden Garne u. das Schwabentuch diesen Verdienst wegrauben werden.

Das Schmuggelgespenst, das man heraufbeschwören will zur Beschönigung des Freihandelssistems oder zur Abwehrung eines zeitgemäßen nöthig gewordenen Schutzzolles, ist eine hohle Phrase. – Es giebt Leute die schmuggeln wollen bey £ 4 wie bey £ 100 Zoll, u. Schmuggeley wird ja seit langem schon um das ganze Schweizerland herum getrieben. – Was soll denn so schrekliches darin erblikt werden, wenn es Staatsmänner giebt die es gerne sehen ja als einen Vorzug halten, daß unsere Nachbarn vieles in der Schweiz kaufen und über die Grenze schmuggeln! Es wird doch kaum bestritten werden, daß man dem Schmuggel am beßten begegnet, wenn man unsern müßigen Händen mehr Arbeit zuweist als bisanhin geschah, denn Müßiggang ist aller Laster Anfang.

Ich berufe mich schließlich auf die Artikel der Zeitung für schw. Handwerker14 etc., welche die Freihandelsmänner mit beßer schlagenden Argumenten zu bekämpfen wissen. Möge der Nothschrei der Arbeitsuchenden u. der Arbeitgebenden Klasse der Schweiz nicht länger von veralteten Theorien übertönt werden und endliche Besserung unserer Zustände eintreten.

Indem ich abbitte Sie so lange hingehalten zu haben ohne Ihnen etwas besonders Neues mittheilen zu können, benütze ich diesen Anlaß Sie meiner vollsten Hochachtung u Ergebenheit zu versichern

R. Strickler-Fierz

Zürich den 6t May 1849.

P. S. Noch möchte Ihnen bemerken, daß ich seit einiger Zeit nur sehr indirekte im Gewerb von Hch Strickler15 betheiliget bin, u. also mein Urtheil ohne Mischung von Interesse abgeben kann. Ich halte nur das Allgemeine im Auge.

Kommentareinträge

1Ab dem 24. April 1849 wurden im National- und im Ständerat das eidgenössische Zollgesetz und ein entsprechender Zolltarif behandelt und am 30. Juni gleichen Jahres verabschiedet. Vgl. Kern, Repertorium I, S. 7; Bundesgesetz über das Zollwesen und Zolltarif [vom 30. Juni 1849], in: BBl 1849 II, S. 467–499.

2 Vgl. Gutachten Zollwesen.

3Der Bundesrat hatte am 6. Dezember 1848 eine Expertenkommission in Zollsachen berufen. Unter der Leitung des Vorstehers des Handels- und Zolldepartements sollte sie dem Bundesrat Vorschläge über die Organisation des Zollwesens unterbreiten und einen eidgenössischen Zolltarif ausarbeiten. Der daraus hervorgegangene Entwurf eines Zollgesetzes mit Zolltarif wurde im April 1849 veröffentlicht. Vgl. Einleitung Organisation Zollwesen; Botschaft BR Bundesgesetz Zollwesen; Gesetzesvorschlag mit Entwurf Zolltarif.

4Ürte: Zeche.

5Zwilch oder Zwillich: fester Leinen- oder Baumwollstoff.

6Nachträgliche Korrektur, ursprünglich: «behaupten».

7Gemeint ist der Deutsche Zollverein.

8 Franz Eduard Erpf (1807–1851), Nationalrat (SG), Textilunternehmer. – Erpf war wie Alfred Escher Mitglied der nationalrätlichen Kommission zur Prüfung der das Zollwesen beschlagenden Gesetzesvorschläge. Vgl. Eintheilung der Geschäfte, in: BBl 1849 II, S. 11.

9Rückzoll: Rückerstattung von Eingangszöllen auf Waren, welche aus dem Ausland eingeführt und in ein fremdes Zollgebiet wieder ausgeführt werden.

10Gant: gerichtliche Versteigerung.

11 August von Gonzenbach (1808–1887), Jurist. – Gonzenbach war in den Jahren 1833–1847 eidgenössischer Staatsschreiber und veröffentlichte verschiedene Arbeiten über die Aussenhandelsbeziehungen der Schweiz. Vgl. ADB XLIX, S. 451–454. – Die Korrespondenz zwischen Escher und Gonzenbach ist Gegenstand von Band 5 dieser Briefedition. Dabei gelangt auch die Beziehung zwischen den beiden Politikern zur Ausführung.

12Reiste: gedrehtes Flachsbündelchen, eine Handvoll Hanf beim Hecheln.

13Abwerg: Abfallprodukt bei der Verarbeitung von Flachs; diese kürzeren Fasern können zu Garnen minderer Qualität weiterverarbeitet werden.

14Artikel nicht ermittelt.

15Gemeint ist die Baumwoll- und Flachsspinnerei Heinrich Strickler, die nach dem Tod des Vaters an die Brüder Johannes und Hans Rudolf Strickler-Fierz übergegangen war. Nach seinem Rückzug aus der Spinnereifabrik widmete sich Strickler-Fierz dem Handel mit Leinengarn. Vgl. Verzeichnis Handelshäuser und Fabriken ZH 1848, S. 33; Verzeichnis Handelshäuser und Fabriken ZH 1854, S. 38.