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Korrespondenz: Alfred Escher – Gerold Meyer von Knonau

AES B0605 | ZBZ FA Meyer vK 32v.125

Alfred Escher an Gerold Meyer von Knonau, Zürich, Mittwoch, 3. Januar 1849

Schlagwörter: Freundschaften

Briefe

Hochgeachteter Herr!

Empfangen Sie meinen herzlichen Dank für den neuen Beweis Ihrer freundschaftlichen Gesinnung für mich, den Sie mir durch Ihre verehrten Zeilen vom 30ten Dez. abgelegt. Wenn ich auch wohl wußte, daß Sie meinem Schicksale fortwährend mit der Theilnahme des Freundes folgen, so freute es mich doch sehr, daß Sie mich in diesem meinem Glauben auf eine so ansprechende Weise bestärkt haben. Durch Übersendung des beiliegenden nach Ihrem Wunsche zurückfolgenden Briefchens haben Sie mir einen angenehmen Rückblick in eine entschwundene, schöne Zeit verschafft. Wenn ich seiner Zeit als Knabe in diesen Zeilen den Gefühlen, die ich für Sie hegte, Worte lieh, so wolle Ihnen der vorliegende Brief die Bürgschaft dafür sein, daß die Gefühle des Kna| ben, wenn Sie auch mittlerweile Gesinnungen des Mannes wurden, doch dem Wesen nach immer dieselben geblieben sind.

Genehmigen Sie die erneuerte Versicherung meiner freundschaftlichen Hochachtung & Ergebenheit.

Dr A Escher

Zürich
3 Januar 1849.

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