Navigation

Korrespondenz: Alfred Escher – Ulrich Zehnder
  • 1820
  • 1830
  • 1840
  • von Ulrich Zehnder, 30. November 1847 Schlagwörter: Sonderbund AES B0517
    1. von Ulrich Zehnder, [1849] Schlagwörter: Regierungsrat ZH, Postwesen, Wahlen, Grosser Rat / Kantonsrat ZH, Flüchtlingspolitik, Flüchtlinge (Baden), Erziehungsrat ZH, Währungssystem, Eidgenössische Kommissäre Nordgrenze AES B0604
    2. von Ulrich Zehnder, 20. November 1849 Schlagwörter: Regierungsrat ZH, Postwesen, Zollwesen, Nationalratspräsident, Nationalrat, Eisenbahngesetze, Eidgenössische Universität (Projekt), Währungssystem, Flüchtlingspolitik, Flüchtlinge (Baden), Revolutionen (1848/49), Personelle Angelegenheiten, Verfassung ZH, Bundesrat, Universität Zürich, Ständerat AES B0718
  • 1850
  • von Ulrich Zehnder, 26. Juli 1851 Schlagwörter: Zollwesen, Regierungsrat ZH, Personelle Angelegenheiten AES B0909
  • 1860
  • 1870
  • 1880
  • o. J.

AES B0604 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#563*

Ulrich Zehnder an Alfred Escher, s.l., [ 1849 ?]

Schlagwörter: Eidgenössische Kommissäre Nordgrenze, Erziehungsrat ZH, Flüchtlinge (Baden), Flüchtlingspolitik, Grosser Rat / Kantonsrat ZH, Postwesen, Regierungsrat ZH, Wahlen, Währungssystem

Briefe

Hochgeachteter Herr College!

Mit Vergnügen hat der Regierungsrath aus Ihrer letzten gefälligen Mittheilung entnommen, daß unseren Bitten, um Herabsetzung der Passagirtaxen auf unseren Nebenposten nun doch bald entsprochen werden dürfte & er ist Ihnen für Ihre dießfälligen Bemühungen sehr dankbar. Der Unwille darüber – d. h. über die Posttaxen – hat sich in der That auch so gesteigert, daß es sehr zu beklagen wäre, wenn der Status quo noch lange bleiben sollte. Die Wahl eines No tars für das erledigte Notariat hat noch nicht Statt gefunden, da einige Zeugnisse noch nicht eingegangen waren. Es könnte nun wohl sein, daß dieselbe noch bis zur Rückkehr unserer Collegen in Bern verschoben würde. Ich wenigstens wäre dazu sehr geneigt. Sollte jedoch früher gewählt werden, so werde ich Ihrer Mittheilung gedenken. Der Regierungsrath hat heute beschlossen, den großen Rath auf Donnerstag den 20st dieß einzuladen; den Grund dieser Abweichung von der Übung habe ich Herrn R.R. Rütimann mitgetheilt. Sie werden ihn also von diesem vernehmen. Die Flüchtlinge haben sich nun auf eben 110 vermindert. Das dem Herrn Commissär untergeordnete Aufsichtspersonal ist in Folge dessen, bis auf einen Secretär entlassen worden & wir glauben nun auch bald den Ersteren entlassen zu können. Sonst hat sich bei uns nichts Erwähnenswerthes zugetragen, als der Verlust unsers Collegen Nägeli, der sich schon seit geraumer Zeit voraus | sehen ließ. Leider hat er noch sehr gelitten, so daß es für ihn glücklich war sterben zu können. Es versteht sich, daß wir beim großen Rathe darauf antragen, die nun vorhandene zwiefache Vacanz im Regierungsrathe nicht zu besetzen, sowie wir ihm auch belieben die Erneuerungswahlen eines Drittheils des Erziehungsrathes, die auf diesen Termin fallen, nicht vorzunehmen, in der Meinung daß die in die Erneuerung fallenden Mitglieder bis zu neuer Bestellung der Behörde fortfahren zu functioniren.

Die Spannung, in welche die Münzfrage die Geister versetzt, wendet die Aufmerksamkeit von den gegenwärtigen Verhandlungen der Bundesversammlung so ziemlich ab. Kaum wird indeß, allem Anscheine nach, diese schwierige Frage in der gegenwärtigen Session gelöst werden. Es mag viel leicht auch besser sein, wenn sie noch für einige Monate verschoben bleibt, obgleich eine längere Verschiebung nicht wünschbar wäre. Das Pestalozz'sche Gutachten dürfte doch ein nicht unbedeutendes Gewicht gegen den französischen Münzfuß in die Waagschale legen. Hier scheinen die Stimmen noch sehr getheilt zu sein, doch gibt es wenige, die ein gründliches Urtheil darüber haben. Im Regierungsrathe ist die Sache, wie sie sich denken können, nicht mehr zur Sprache gekommen.

Mit vollkommenster Hochachtung verbleibt

Ihr ergebenster

Dr Zehnder.

Kommentareinträge

Datierung gemäss Archivnotiz.

Kontexte

  • [ 1849 ?]