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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B0543 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Mittwoch, 23. Februar 1848

Schlagwörter: Erziehungsrat ZH

Briefe

Glarus den 23. Febr. 1848.

Mein theurer Freund!

Im Anschlusse an meinen letzten Brief habe ich Dir noch über eine Angelegenheit zu schreiben, die mir erst seither bekannt geworden ist.

Es wird sich nämlich für mehrere ausgeschriebne Lehrerstellen an der untern Industrieschule ein Hr. P. Leuzinger cand. philol. aus hiesigem Kanton, dermalen in Genf sich aufhaltend, angemeldet haben. Es ist dies ein talentvoller u. fleißiger junger Mann, dessen Familie ich genau kenne u. der mich auch mehrmals über seine Studien berathen hat. Ich möchte ihn daher Dir, als Mitglied des Erziehungsrathes u., wenn ich nicht irre, Präsident der betreffenden Sektion, bestens empfohlen haben für den Fall, daß nicht etwa ältere u. tüchtigere Bewerber vorhanden seyn sollten. Vor Allem aus aber würdest Du mich sehr verpflichten, wenn Du mir, zu Handen seiner Verwandten, mit wenigen| Worten darüber Aufschluß geben wolltest, ob für ihn irgend welche Aussicht, gewählt zu werden, vorhanden sey oder nicht. Er hätte nämlich im letztern Falle Anlaß, sich um eine andre Stelle zu bewerben, weßhalb eine solche vorläufige Nachricht für ihn von großem Werthe wäre.

Indem ich noch wegen der Bemühung abbitte, für welche ich Deine Gefälligkeit in Anspruch nehme, grüßt Dich, unter höfl. Empfehlungen an Deine Eltern,

Dein treuer Freund

J J Blumer-Heer.

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