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Korrespondenz: Alfred Escher – Heinrich Escher-Landolt

AES B0509 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#190*

Heinrich Escher-Landolt an Alfred Escher, Zürich, Montag, 8. November 1847

Schlagwörter: Gymnasien, Sonderbund

Briefe

Hochgeachteter Herr!

Heute kam ein Schüler des Ob. Gymnas. im Namen aller drei Klassen mit dem Gesuche ein, daß die Schule wegen der störenden Zeitumstände, wodurch regelmäßiges Studiren verhindert werde, u. weil viele Schüler dem Kriegsschauplatze nahe zu Hause seien u. deswegen zu den Ihrigen zu gehen wünschen, ganz möchte eingestellt werden. Darauf habe ich geantwortet, «daß ich ganz entschieden dagegen sei, indem die Folge wäre, daß die Mehrzahl der Schüler in völligen Müssiggang versinken würden. Man werde allerdings in Rücksicht des häuslichen Fleißes auf die Störungen Rücksicht nehmen, die übrigens hier doch nicht so groß seien, daß man gar nichts leisten könne. Sollten aber die Eltern Einzelner deren Rückkehr wünschen, so können sie ja mit Urlaubsgesuchen einkommen.»

Ich glaubte mich verpflichtet, Ihnen hievon Anzeige zu machen.

Mit vollkommner Hochachtung

Zürich den 8 9br 1847.

H. Escher, d. Z. Rektor.

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