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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B0385 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Dienstag, 15. Juli 1845

Schlagwörter: Finanzielle Unterstützungen, Freischaren, Reisen und Ausflüge

Briefe

Glarus den 15. Juli 1845.

Mein theurer Freund!

Da du es wohl lieber hast, wenn ich dich jeweilen von einem bevorstehenden Besuche zum voraus unterrichte, so melde ich dir hiemit, daß ich morgen Abends entweder mit dem Dampfschiffe oder mit der Churer Post (ich kann es noch nicht genau sagen) in Zürich eintreffen werde, um übermorgen der von Herrn Schinz-Geßner angeraumten Conferenz der verschiednen Hülfscomité's für die im Freischaarenzuge Verunglückten beizuwohnen. Da indessen meine Geschäfte mir nur einen kurzen Aufenthalt in Zürich gestatten u. ich daher wahrscheinlich schon Freitags wieder abreisen werde, so möchte ich Euch auf keine Weise incommodiren u. werde daher jedenfalls in einem Gasthofe absteigen. Morgen Abends werde ich, sofern es die Zeit erlaubt, d. h. wenn ich vor 7 Uhr ankomme, dich noch besuchen; wenn nicht, so sehen wir uns jedenfalls Donnerstags. Ich hoffe nun bestimmt, du werdest meinen Besuch ruhig abwarten.

Deine gütigen Aufschlüsse haben meine Skrupel hinsichtlich der Unterstützung der drei Landjäger gehoben, u. die Sammlungen zu diesem Zwecke sind nun bei uns eingeleitet. Alles Weitere dann mündlich!

Empfehle mich deinen Eltern u. sey auf's freundschaftlichste gegrüßt

von

deinem

J J Blumer-Heer.