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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Blumer

AES B0270 | FA Tschudi

Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, Glarus, Sonntag, 11. September 1842

Schlagwörter: Reisen und Ausflüge, Universitäre Studien

Briefe

Glarus den 11. September 1842.

Mein theurer Escher!

Da Zwickimorgen nach Zürich geht, so will ich ihm doch gleich einige Zeilen zur Beantwortung deines gestrigen Berichtes mitgeben, obschon die Sache sonst noch keine Eile hätte. Was deine Einladung, an deine Promotion nach Zürich zu kommen, betrifft, so wäre zwar allerdings einerseits der Anlaß für mich intressant genug u. anderseits die Gelegenheit, meine übrigen Zürcher Freunde, namentlich Brändli, wieder zu sehen mir sehr erwünscht; allein letztres wird auch sonst wieder etwa einmal geschehen können u. dagegen nähme mir die Sache, besonders da nun die Promotion u. der dazu gehörige Schmaus einige Tage auseinanderliegen werden, zu viele Zeit weg, die ich lieber auf unsern mich so sehr anziehenden Aufenthalt in Appenzell u. dessen möglichste Verlängerung verwende. Von selbst versteht es sich nun aber, daß wir einander an letzterm Orte treffen. Hingegen kann ich dir noch nicht bestimmt versprechen (als möglich darfst du es immer annehmen!), daß ich Mittwochs (den 21. dies) mit dir in Utznach zusammenkommen werde, da ich es vorzöge, noch einen Umweg über Walenstatt u. durch's Rheinthal, wo ich noch gar nie gewesen bin, zu machen. Im letztern Falle würde ich mich aber jedenfalls so einrichten, daß ich Mittwoch Abends, wo du in Appenzell anlangen wirst, mich ebenfalls dort einfinden werde. Aepli werde ich verabredetermaßen noch von der Zeit unsers Eintreffens daselbst benachrichtigen; wahrscheinlich wird er dann am folgenden Sonntag nach Appenzell kommen. Habe doch die Güte, mir durch Zwicki, wenn er zurückkehren wird, deine Dissertation zu schicken, die ich nun mit großem Eifer wo möglich noch vor meiner Abreise lesen werde, wenn sie hiefür nicht zu lang u. überhaupt für mich nicht zu gelehrt ist. Lebe inzwischen wohl! Auf baldiges, ersehntes Wiedersehen!

Dein

J J Blumer.