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Korrespondenz: Alfred Escher – Carl Rudolf Sinz

AES B0159 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#456*

In: Jung/Fischer, Escher Briefe, Band 2, Nr. 22 | Jung, Aufbruch, S. 57–58 (auszugsweise)

Carl Rudolf Sinz an Alfred Escher, Zürich, Montag, 11. Juni 1838

Schlagwörter: Hörner- und Klauenstreit SZ (1838), Reisen und Ausflüge, Zofingerverein (Studentenverbindung)

Briefe

Zürich den 11ten Juni. 1838.

Mein lieber Alfred!

Ich wäre dir bald mit einem Briefe zuvorgekommen, wenn mir nicht d. Pfingstexkursion mit Prof. Heer , der ich mich auch anschloß, einen Strich durch die Rechnung gemacht hätte; dein längeres Stillschweigen erklärte ich mir gar wohl, wenn ich die gewaltigen Briefe vor Augen hatte, womit du deine isolirten Eltern wöchentlich entschädigtest. Mit großer Freude nehme ich die mir dan & wann übrig bleibenden Abendstunden zusammen, um mit ihnen vereint über liebe Gegenstände uns zu besprechen; denn hier vor allem bedarf man theilnehmender Herzen & so fühlbar auch der Mangel eines fehlenden Gliedes sich zeigt, so ist der Schmerz doch noch größer, wenn auch die andern Glieder des sie ursprünglich bindenden beraubt, sich lostrennen vom Ganzen, anstatt durch geistigen Zusammenhang die physisch trennende Ferne zu ersetzen. Daß dir der Abschied schwerer fallen mußte, wie mir, wirst du nicht unbegreiflich finden; zum erstenmale entriß er dich solchen Wesen mit denen du das deinige innig verwandt fühltest, zum erstenmale Wesen an deren Umgang du bisanhin unzertrennlich gebunden warest; deren Laut & Blik sich tief in deine Seele gegraben. Wie aber nur? – Ich darf wohl sagen, es mir vorkömmt, als wäre es mir gegangen wie dem Götheschen1 Faust2, d. h. als hätte der Herr der Heerschaaren mich dem Mephistopheles übergeben, um an mir mit allen seinen Künsten, mit all seiner physischen Macht mich zu berüken & mir Streiche zu versetzen wo er konte. Von den liebsten Wesen, Wesen wie sie irdisches Blut nicht enger zu binden vermochte, nahm er mir eines nach d. andern & gerade von meinen liebsten Verwandten sah ich einen nach d. andern dahin sterben, während, mit einer sehr geringen rühmlichen Ausnahme mir solche zurükblieben, welche sich Mephistopheles eigens auszuerlesen schien um mit Kränkungen aller Art, mich an d. Natur & ihrem Erschaffer irre werden zu lassen. Doch er irrte sich, seine Engherzigkeit, seine traurigen Spießbürgereien nöthigten mich aus dem mir enggewordnen Kreise zu tretten & frisch in d. Welt meinen Geist zu erproben, zu erwahren, ob das was ich in mir laut schlagen fühlte, nur eitler Wahn seie oder ob es seine Accorde finde im weitern Kreise d. Menschheit. Die Ahnung einer Wahlverwandtschaft meines Herzens, war, wie natürlich zu gegründet, als ich nicht sogleich an fremdem Orte, wenn dem Geiste auf d. Welt irgend etwas fremd sein kann, froher, freier & frischer fühlte als an jenem, der mir vor allem heimisch sein sollte. Du magst ein solches Verhältniß unnatürlich finden, wohl, es ist ein unnatürliches, aber eben deßwegen weil es mich in seiner Unnatürlichkeit so starr & unbeweglich anblikte, floh ich es & flüchtete mich dahin wo mir d. Natur bleibenden unverwüstlichen Banden zuwinkte; ich kämpfte & zerbrach mit noch zitternder Hand Verhältniße, die dem Menschen gewöhnlich als die heiligsten gelten & wenigen | mochten so klar werden die Worte der Schrift, wo es ungefähr heißt: Ich bin gekommen zu lösen alle irdischen Bande, bin gekommen zu Trennen, d. Vater vom Sohne, Schwäher von Schwäher etc. etc. ich durchbrach diese Bande weil mir eine tiefere Stimme zurief, nicht d. Bande d. Blutes, nur die d. Geistes sind auf die Ewigkeit gegründet. Daher Dank dir Mephistopheles, Dank dir Kraft, die du stets das Böse willst & stets das Gute schaffst; ohne dich, wäre ich nicht so schnell, vielleicht erst durch bittere Erfahrung, zur Erfassung der universalen Idee, dem alleinherrschenden in allem sich offenbarenden, ewig & unergründlich feststehenden Ideale der Wahrheit gelangt; der Kampf den ich schon als Knabe zu bestehen hatte, der Kummer der schon an meiner Kindheit zu nahen begann war nur Vorbote, der nun um so früher anbrechenden Tage d. Freude, d. himmlischen Ruhe & Zufriedenheit, wo's mir früher eng war, ist mir's weit geworden, wenn ich früher ausser mir & ausser d. Welt seie es in die Vergangenheit od. in d. Zukunft, mein Ideal setzte, dem ich nachzueifern strebte, so ist mir verschwunden die irdische Scheidewand zwischen dein & mein, verschwunden der trennende Raum, verschwunden der Unterschied der Zeit & ein Ideal ist es, eines & dasselbe das mir heute aus d. Gegenwart wie aus d. Vergangenheit & Zukunft entgegenleuchtet, ein Ideal welches alle Falten unseres göttlichen Geistes gleich warm & lebendig durchdringet & überall mit gleich unendlicher Schönheit & Anmuth d. unzählbaren Richtungen seiner Thätigkeit erleuchtet. Zernichtet ist der Unterschied zwischen geistiger & ungeistiger Wissenschaft, zernichtet d. Wand zwischen Materie & Geist; wo Wissen ist da ist Geist & wo noch Materie ist, da ist mir gegeben d. Aufgabe zum Wissen od. zur Verwandlung derselben in Geist & abermal Geist. Nicht beklage ich desswegen einen ideenlosen Zeitgeist; dieser ist, eben weil ihn nur die Zeit hervorgebracht, selbst vergänglich, nicht sehe ich verachtend auf d. thätigen Arbeiter in andern Geistesrichtungen wenn sie ihre Beziehung zur Idee erfassen; nur ihrem einseitigen, ausschließenden Dünkel, der sich eben wegen seiner Oberflächlichkeit in d. Menge von ungeordnet durcheinander liegendem Stoffe nicht zurecht zu finden weiß, nur dieser Engherzigkeit bin ich fremd. – Laß mich jetzt aber, nach deinem Wunsche, zum Zofingervereine übergehen. – Obwohl der Arbeiter wenigere geworden sind, so halten wir dennoch wöchentlich Sitzung ohne es uns noch je an Stoff gemangelt hätte; schade ist immerhin, dß. gerade solche, welche vor allem durch reife & gründliche Vorbildung befähigt wären tief & wirksam in d. Getriebe d. Geistes einzugreifen dem Vereine nicht die Zeit widmen, welche sie zu andern unnöthigen Dingen verschwenden; | Wenn freilich der Eifer anderer, die guten Willen, nicht aber durchdringende Vorbildung besitzen, rühmlich ist, so ist ihr Einfluß auf d. Verein bei weitem nicht der der sonst ihrem Fleiße gebührte. Sie werden breit & platt, wiederholen ohne es zu wissen das gleiche mehrere mal, nur mit andern Worten, sind eben desswegen nicht im Stande sich klar auszudrüken & lassen daher auch die übrigen Mitgliedern in Bezug auf ihre Meinung im Unklaren; Einheit & Tiefe in ihrem Vortrage, mangelt ihnen meist durchweg. – Was den Besuch d. Vereinsabende betrifft so geht es ungefähr wie diesen Winter, d. Hälfte kommen, die Hälfte bleiben weg. Daß die alten Theologen wegblieben, wundert mich gar nicht mehr, seitdem ich vernommen, dß. Wolf3 sich äußerte, er selbst habe sich im Vereine nicht mehr ganz heimisch gefühlt; er fühle sich selbst nicht mehr so jugendlich frisch wie ehedem & es sei etwas mäuliches welches er in der Brust verspüre. Noch glaube ich nicht im Ernste daran & ich wünschte du möchtest mich von ihm eines bessern überzeugen. Oh des Glaubens d. Philister4 die auch dem Geiste seine Perioden abzirkeln wie sie es mit ihrem nichts nützenden Leben thun, die auch glauben an eine Reife, an eine Mannbarkeit od. gar an ein dahinsinkendes Alter dieses Geistes, denen verschwunden ist aus ihren Herzen die Erinnerung an die ewigen frischen Geister ob denen d. Loken Silber sich wölbte ohne den Glanz d. Augen zu trüben; es ist nicht möglich sie ihn je mit aller angebohrnen Wärme umfaßten, denn sonst würden sie sich nicht schon verlassen fühlen von seiner nie verblühenden Frische, noch würden sie nicht versiegen sehen, d. ursprünglich unerschöpfliche Quelle, die freilich nur so lange unerschöpflich bleibt, so lange mit Eifer aus ihr geschöpft wird unwiederbringlich aber sich entzieht, wenn d. Eifer erkaltet. – Die ganze Peterhanserei5 mit ihrem bacchantischen Schweife beehrt uns so zu sagen gar nicht mehr mit ihrer Anwesenheit; hingegen hält sich Meyer6 &. Brändli7 recht brav, Keller8 so lange er nicht von Fr. Pfenninger9, Merk10 etc in ihre Clique gezogen wird. Ueberhaupt herrscht unter d. Thätigen & Aufmerksamen im Vereine eine Eintracht & ein so inniges Einverständniß, wie ich es noch nie seit meiner Anwesenheit bemerkte. Unsere gemeinschaftlichen Spatziergänge, welche sich freilich meist auf 20–30 beschränken, tragen ungemein dazu bey, gegenseitiges Zutrauen zu erweken wie auf d. andern Seite d. trägen & indifferenten um so schärfer auszuscheiden. Ich bemerke mit Freuden, wie man sich nicht mehr so scheuen muß, d. Mitgliedern über Gebrechen d. Vereins d. Augen zu oeffnen, wie man sich nach & nach an eine feste, entschiedene Sprache gewöhnt & wenn es mich vorher betrübte, von so vielen, freilich niemals offen ausgesprochnen lieblosen Urtheilen durch Dritthand zu hören, so ist mir jezt auch d. andere Seite d. Receptivität nur beynahe zu groß; es ist nicht d. Freude, welche es gewährt, wenn man mit Kampf eine | Ansicht durchsetzen muß. – Jedenfalls ist nun das geistige Prinzip & vor allem sittliche Grundlage als d. Verein bestimmend anerkannt, d. Gegner sind zu ohnmächtig als sie uns mit einem Worte zu wiederstehen gewagt hätten. Die natürliche Folge wird nun sein auf die faktische Ausscheidung die formelle d. Ausstossung folge, jedoch alles nach umsichtiger Prüfung. Drei sind diesem Schritte bereits zuvorgekommen, nemlich Koller11, Eduard12 & Gottfried Schweizer13 ;14 lezterer bemerkte in seiner Entlassungsanzeige ganz naiv: «Er könne sich mit d. Grundsätzen welche in d. Sektion herrschend geworden seien, nicht mehr verständigen. (Sic.)» In einem kritischen Aufsatze im Vielseitigen15 bezeichnete ich bereits die d. Zweke d. Vereins feindlichen Elemente welche sich noch in ihm befinden, mit d. Bemerkung sie nach Nöthen in d. Folge noch schärfer zu beschreiben. Der Aufsatz scheint etwas auf d. Vorstand gewirkt zu haben, der den Vorsatz gefaßt haben soll, auch von sich aus Schritte zu thun. – Die wichtigste Frage welche uns beschäftigte ist die durch ein Circular d. Centralausschußes angeregte, ob nemlich d. Zofingerverein Willens sei von sich aus einen besondern Männerverein bilden zu lassen, od. ob er besser thue, sich an einen der schon bestehenden Vereine anzuschließen. Bey uns wurde d. Frage der vorläufigen Prüfung durch d. Blätter überlassen.16 Kölliker17 hat sich auf dies hin an eine verdienstliche Arbeit gemacht, nemlich an d. Bearbeitung eines Umrisses d. Geschichte d. helvetischen Gesellschaft; die eine Hälfte hat er uns bereits vorgelesen.18 Ich für mich, bin bereits entschieden dafür, d. Verein erkläre d. Zwek d. helvet. Ges. sei durchaus auch d. seinige, denn es heißt so: Verbindung & Eintracht unter den Eidgenossen, Stiftung, Erhaltung & Erneuerung d. Freundschaft, Fortpflanzung d. Friedens, d. Freiheit & d. Tugend, durch d. Freunde d. Vaterlandes auf künftige Alter & Zeiten. – Nicht nur d. Zwek, sondern auch d. Entstehung & Fortdauer d. Gesellschaft, wie auch d. Männer welche in ihr gewirkt & noch wirken (denke nur an einen Sidler19 Zellweger20 etc) haben meine Entscheidung gefördert. Nächsten Freitag denke ich in einem Aufsatze meinen Antrag zu begründen. – In Beziehung auf d. Gesangverein haben wir glüklicher Weise keinen Verlurst erlitten; der zweite Akt ist recht gemüthlich, von Excessen nicht verunreinigt wahrscheinlich auch desswegen weil er sich gewöhnlich nicht über 10–11 Uhr erstrekt. Canditaten sind erst 2 aufgenommen worden, ein dritter denkt zur Empfehlung einen Aufsatz mit sich zu bringen. – D. Briefwechsel wurde von unsrer Seite fleißig begonnen, doch erfolgte noch von keiner Seite eine Antwort. – So eben vernehme ich, die Neuenburger eine Sektion | gebildet haben & zwar nachdem ihnen die Waadtländer d. Brief von Schweizer21 erklärt hatten.22 – D. Wahl eines Redners zum Feste dürfte leicht unsre Sektion treffen, da Schaffhausen, wie es jezt ist, schwerlich im Stande sein wird einen solchen zu liefern. – Wie gerne hätte ich dich nicht zu Pfingsten zu uns hinüber gezaubert, von unsrer Exkursion hat d. Hr. Prof. Heer bereits geschrieben; da jedoch mit mir noch 4, nemlich Schaller23, Kölliker, Aepli24 & ein junger artiger Engländer25 im Klönthal abschwenkten, so füge ich noch gerne ein paar Worte dazu. Wem es darum zu thun war in der Kneipe sich zu erlustigen, der mochte immerhin mit den andern gehen, denn kaum machten sie täglich 3. Stunden zu Fuße, während wir immer 9–10. vor uns hatten; wem es aber darum war in d. Bergen sich wieder zu stärken an d. herrlichen, gesunden Atmosphäre der mußte mit uns gehen. Um 4½ Uhr verließen wir Klönthal, um 8 Uhr waren wir auf d. Höhe d. Bragels, der an sich nichts merkwürdiges darbot, bis wir endlich nachdem wir eine Stunde hinabgestiegen, tief unter uns plötzlich d. reitzende Muotta ausgebreitet sahen. Ich kann nicht begreiffen wie Prof. Heer so geringschätzig von diesem Thale reden konnte; ich wenigstens & d. andern mit mir hielten es für eines d. schönsten welches wir nur gesehen. Während er uns, etwas ärgerlich über unser Abschwenken, voraussagte wir kaum nach Muotta bis Nacht gelangten, faßten wir bereits auf diesem Standpunkte den Entschluß, noch diesen Abend d. Rigikulm zu besteigen. D. Wetter war ganz einladend & unsre Kräfte noch ungeschwächt. D. Muottathaler waren trotz der furchtbaren Berühmtheit zu der ihre Prügel gelangt sind sehr artig mit uns & wir plauderten sogar mit ihnen über ihre Verhältnisse. Um hier gerade anzubinden erwähne ich nur allem Anscheinen nächstens dennoch unter eidgenöss. Schutze eine zweite Landsgemeinde abgehalten werden wird. – Schwytz ließen wir auf d. Seite & um 2 Uhr waren wir schon in Sewen im Bade, wo wir von der Kellnerin mit bereits herrlich blühenden Alpenrosen regalirt wurden. – Wie wir dan ein Schiff bestiegen um d. reitzenden Lowerzersee zu befahren & d. liebliche Schwanau zu besteigen, während zu allgem. Ergötzung ein ganzes Rudel Dorfmusikanten im Schiffe sich einfand, um nach ihrer Manier Straußische26 Walzer aufzuführen, während dessen zog sich ein heftiges Gewitter zusammen welches bis spät in d. Nacht dauerte & unsern Rigiplan fataler Weise vereitelte. Es war mir nicht so wohl um d. Rigi als um d. lange Nase, die wir d. andern, welche uns alles Unglük wünschten & voraussagten, gedreht hätten. D. folgende Tag war wieder schön & d. Weg entlang d. Zugersee reitzend, wie nie. – Dein Papa wird dir wohl von Kunstausstellung, Theater etc. geschrieben haben; daher auf Wiedersehen für ein andermal.

D. D. Grüße von Blumer & Wolf erwiedere ich herzlich, wie die deinen Zwiki , Nägeli27 etc. erwiedern. Conr. Pfenninger28 hat im Sinne dir nächstens zu schreiben.

Mit herzlicher Umarmung
dein

C. Sinz.

Daß das je bälder, je lieber auch auf deine Briefe gilt, brauche ich dir nicht erst zu sagen.

Kommentareinträge

1 Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), deutscher Dichter.

2 Vgl. Goethe, Faust.

3 Johannes Wolf (1813–1839), von Zürich, Theologiestudent. Alfred Escher an Jakob Escher, 7. Mai 1838, Fussnote 8.

4Philister (studentisch): jemand, der kein Student ist; Bürger, Spiessbürger, Hauswirt.

5Vermutlich Anspielung auf Joseph Peterhans (Lebensdaten nicht ermittelt), von Fislisbach, Medizinstudent.

6 Ludwig Meyer (1819–1869), von Weiningen, Theologiestudent. Alfred Escher an Jakob Escher, 7. Mai 1838, Fussnote 38.

7 Benjamin Brändli (1817–1855), von Wädenswil, Rechtsstudent. Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, 11. April 1838, Fussnote 10.

8 Karl Keller (1814–1878), von Meilen, Student der philosophischen Fakultät. – Mitglied der Sektion Zürich des Zofingervereins (1836–1839, Präsident 1838/39), Französischlehrer an Gymnasium (1848–1878) und Industrieschule (1857–1860) Zürich. Vgl. Beringer, Zofingerverein II, S. 543; Matrikel UZH online, Keller Karl; Hunziker, Mittelschulen, S. 315, 325.

9 Friedrich Pfenninger (Lebensdaten nicht ermittelt), von Bäretswil, Theologiestudent.

10 Gottlieb Märk (Lebensdaten nicht ermittelt), von Rein, Medizinstudent.

11 Heinrich Koller (1815–1883), von Zürich, Student der philosophischen Fakultät.

12 Eduard Schweizer (1818–1860), von Zürich, Student der philosophischen Fakultät.

13 Kaspar Gottfried Schweizer (1816–1873), von Zürich, Student der philosophischen Fakultät.

14 Vgl. Prot. Zof.-Ver. Sekt. ZH, 31. Mai 1838, 8. Juni 1838.

15Der von Sinz redigierte «Vielseitige» war eines der Vereinsblätter der Zürcher Sektion des Zofingervereins und vornehmlich der Unterhaltung und der Poesie gewidmet. Vgl. Beringer, Zofingerverein II, S. 387–388; Ganz, Section Zürich, S. 14.

16 Vgl. Prot. Zof.-Ver. Sekt. ZH, 10. Mai 1838.

17 Albert Kölliker (1817–1905), von Zürich, Medizinstudent. Egbert Friedrich von Mülinen an Alfred Escher, 18. Mai 1834, Fussnote 20.

18 Vgl. Prot. Zof.-Ver. Sekt. ZH, 31. Mai 1838; Jahresbericht Zof.-Ver. Sekt. ZH 1837/38, S. 54–55. – Zur Helvetischen Gesellschaft vgl. Im Hof / de Capitani, Helvetische Gesellschaft.

19 Georg Joseph Sidler (1782–1861), Landrat und Landeshauptmann (ZG); mehrmals Präsident der Helvetischen Gesellschaft.

20Vermutlich Laurenz Zellweger (1692–1764), Arzt; Mitbegründer der Helvetischen Gesellschaft.

21 Heinrich Schweizer-Sidler (1815–1894), von Zürich, Theologiestudent. Alfred Escher an Jakob Escher, 7. Mai 1838, Fussnote 41.

22Die Neuenburger Sektion des Zofingervereins löste sich bereits im Frühjahr 1839 wieder auf, nachdem den Neuenburger Studenten bewusst geworden war, dass ihre royalistische Haltung mit den im Zofingerverein vorherrschenden republikanischen, nationalschweizerischen Gesinnungen nicht vereinbar war. Vgl. Beringer, Zofingerverein II, S. 142–149.

23 Johann Ludwig Schaller (1818–1880), von Freiburg i. Üe., Medizinstudent. Oswald Heer an Alfred Escher, 10. Juni 1838, Fussnote 6.

24 Alfred Johannes Aepli (1817–1913), von St. Gallen, Theologiestudent. – Bruder von Arnold Otto Aepli, Mitglied der Sektion Zürich des Zofingervereins (1837/38), Pfarrer in Schönengrund (1842–1847), Stettfurt (1847–1855) und Gachnang (1855–1898). Vgl. Verzeichnis Zof.-Ver. Sekt. ZH, S. 16; HBLS I, S. 140.

25Vermutlich Edmund Ronalds (1819–1889), von Bristol (UK), Student der Naturwissenschaften.

26 Johann Strauss (1804–1849), österreichischer Komponist und Kapellmeister.

27 Carl Wilhelm Nägeli (1817–1891), von Kilchberg, Medizinstudent. Johann Jakob Blumer an Alfred Escher, 11. April 1838, Fussnote 7.

28 Johann Conrad Pfenninger (1816–1872), von Zürich, Theologiestudent. – Mitglied der Sektion Zürich des Zofingervereins (1833–1839), Pfarrer in Niederweningen (1846–1862) und an der kantonalen Strafanstalt Oetenbach in Zürich (1862–1867). Vgl. Verzeichnis Zof.-Ver. Sekt. ZH, S. 12; Dejung/Wuhrmann, Pfarrerbuch, S. 469.