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Korrespondenz: Alfred Escher – Anton Salomon Vögelin

AES B0110 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#518*

In: Jung/Fischer, Escher Briefe, Band 2, Nr. 4

Anton Salomon Vögelin an Alfred Escher, Zürich, Montag, 6. August 1832

Schlagwörter: Privatunterricht, Reisen und Ausflüge

Briefe

Zürich den 6. August. 1832.

Lieber Alfred!

Ich benutze einen freien Augenblick vor meiner Abreise, um Dir noch mit einem Worte für Deinen Brief1 zu danken, der mich in seinem Inhalt sowohl als in seiner Fassung recht erfreut hat und für Gegenwart und Zukunft meinen liebenden Wünschen für Dich frohe Hoffnung gewährt. – Deine Erwartung, mich auf dem Rigi zu sehn, wurde also auch wieder getäuscht, so wie meine eigne dorthin zu kommen: das gehört eben zum Leben, Plane und Erwartungen aufgeben zu lernen. Dafür erzählst Du mir dann mündlich von Deiner Reise. – Du hast mir zwar nicht bemerkt, wann Du zurückkommen werdest: ich zweifle aber nicht, Du werdest auf den 13. hier seyn. Da muß ich Dir nun sagen, daß meine Reise mir es unmöglich macht sicher zu seyn, ob ich schon am 12. zurückkommen werde. Es wäre daher möglich, daß ich am Montag (13.), ja vielleicht – doch dieß hoffe ich nicht – selbst am Dienstag (14.) Dir noch keine Stunde geben könnte. Du wirst in diesem Fall gerne die Zeit zur vervollständigten Repetition anwenden, und so gewissermaßen gut machen was ich versäumen muß.

Herzliche Grüße an Herrn Pfarrer. Dich grüßt auf freudiges Wiedersehn

Dein liebender Lehrer

S. Vögelin.

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