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Korrespondenz: Alfred Escher – Karl Schenk

AES B0061 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#429*

Karl Schenk an Alfred Escher, s.l., [ 1878 ?]

Schlagwörter: Bundesrat, Deutscher Reichstag, Presse (allgemein)

Briefe

Hochgeachteter Herr Präsident,

Ihr geehrtes Schreiben von gestern bestens verdankend, beeile ich mich Ihnen noch nachstehende auf dasselbe bezügliche Mittheilungen zu machen. Als ich vor c. 10 Tagen von Herrn Minister Roth die Nachricht erhielt, daß der Nachtragsvertrag dem Reichstag baldigst werde vorgelegt werden und Prof. Vogt mir auf telegraphische Anfrage betreffend Ausarbeitung des II. Theiles antwortete, daß er bis jetzt verhindert gewesen sei, sich mit dieser Arbeit zu beschäftigen, erließ ich sogleich an Herrn Min. Roth die Einladung, als 2t Theil Ihre Memoire zu benutzen u. für möglichst baldiges Erscheinen besorgt zu sein.

In der Donnerstagsbeilage des Schwäb. Mercurs vom 4t April ist dieser IIt Theil veröffentlicht.|

Was die Vertheilung betrifft, da hat dieselbe, in ausgedehntem Maße stattgefunden. Durch Herrn Min. Roth sind Exemplare zugegangen an Bülow, Hofmann, Derburg, Chef Red. der Nationalzeitung, v. Hohenlohe, Dr. Liebe (Referenten über die Vorlage im Bundesrath) Philippsborn, v. Reichardt, Kinel. Die Vertheilung im Reichstag wurde von Herrn Bamberger controllirt.

Unter diesen Umständen wird nun wohl von der Veröffentlichung des II. Theils von Vogt in dem Schwäb. Mercur zu abstrahiren sein. – Indessen kann die Arbeit mit Nutzen eine andere Verwendung gegeben werden, z. B. in einem der schweizerischen Journale.

Ich nahm wirklich an, daß Ihnen der Artikel von 4t April des Schwäb. Mercurs zur Kenntniß gekommen sei; sonst hätte ich nicht ermangelt, Ihnen denselben zu übersenden.

Ich lege ihn hier bei und ebenso die Erwiederung im Rheinischen Courier, welche nach meinem Eindruck sehr wenig besagen will. Wir halten, soweit es uns betrifft, eine Duplik | nicht für nothwendig.

Genehmigen Sie die Versicherung ausgezeichneter Hochachtung

Ihres ergebenen

Schenk.

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Datierung gemäss Briefkontext.