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Korrespondenz: Alfred Escher – Johann Jakob Rüttimann

AES B0057 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#422*

Johann Jakob Rüttimann an Alfred Escher, s.l., Freitag, [21. Februar 1868]

Schlagwörter: Freundschaften, Grosser Stadtrat Zürich, Nationalrat

Briefe

Mein lieber Freund.

Bei allem Kopfzerbrechen kann ich in der Hauptsache über das mündlich Gesagte nicht hinaus kommen. Nur über ein Paar Nebenpunkte noch einige Bemerkungen.

Der Entschluß über die Stelle im Nationalrathe, wenn er auch innerlich mit der ganzen Situation zusammenhängt & völlig fest steht, braucht doch äußerlich nicht gleichzeitig ausgesprochen, könnte vielmehr nach meinem Dafürhalten zweckmäßig noch weiter hinaus geschoben werden. Ich glaube freilich, daß bei Dir die entgegen gesetzte Anschauung so vorherrscht, daß Du nicht von der selben abgehen wirst. Die Stelle im Großen Stadtrathe würde ich in Deiner Lage einsweilen beibehalten.|

Schließlich möchte ich Dich nur noch darauf aufmerksam machen, daß, wenn Du schon morgens Deinen Entschluß in seinem ganzen Umfange veröffentlichen wirst, derselbe am Sonntag Abend jedenfalls einen starken Widerhall finden wird. Das Beste wäre vielleicht, wenn Du nicht etwas länger zuwarten willst, die Sache so ein zu richten, daß das Schreiben vom 22 datirt, aber nicht vor dem 24. bekannt gemacht würde

So viel als unmaßgebliche Ansicht. Morgen können wir noch mündlich über Alles reden.

Von ganzem Herzen
Dein

J R

Freitag
Abends

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Datierung gemäss Briefkontext.

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