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Korrespondenz: Alfred Escher – Wolfgang Henggeler-Schmid

AES B0034 | CH-BAR#J1.67#1000/1363#259*

Wolfgang Henggeler-Schmid an Alfred Escher, s.l., [ 1857 ?]

Schlagwörter: Eisenbahnen Bau und Technik, Eisenbahnen Finanzierung, Grosser Rat / Kantonsrat ZH, Regierungsrat LU, Regierungsrat ZG, Reppischtallinie, Sihltallinie

Briefe

Hochgeachteter Herr President!

Wie Sie aus dem Inhalte des Ihnen Heute übergebenen Briefes von Hr. Schmid entnohmen haben werden ersuchte er mich Ihnen den Brief selbst zu überbringen, und Sie noch persönlich zu fragen ob Sie
1tens es angemessen finden über die beiden Eisenbahnprojekte: Sihlthal & Baldern: z. B. über Länge- Steigungs- und Kostenverhältniße sowie über Frequenz der Personen und Waaren, in einem Zeitungsblatte etwas bekannt zu machen.
2tens ob vielleicht die Regierungen Zug & Luzern sich ebenfalls vor dem Gr. Rath in Zürich aussprechen sollten, und zwar in dem Sinne daß man nicht erwarte, daß der Ct. Zürich die natürlichste Verbindungslinie Zürichs mit der innern Schweiz, deren Vortheile im Vergleiche der Bergübergänge unglaub liche Summen nur seit 20 Jahren eingetragen hätten, zu öffnen länger verhindern werde, und Zug auch bereit sei ihrerseits der Baldernlinie | auch den Durchgang durch den Ct zu gestaten, sofern Zürich der Linie durchs Sihlthal keine Hinderniße in den Weg lege ä. c.
3tens ob Sie wünschen daß Herr Schmid einige Herren Großräthe besuche und dieselben über die unrichtigen Angaben belehre, und welche Sie glauben, daß er besuchen soll.
4tens hätte er gerne die Pläne und nament lich die Verhältniße über Länge, Steigung Kosten & Frequenz, welche ihm von Herr Beckh am Samstag vorgelesen wurden schrift lich gehabt, und gab mir den Auftrag dieselben zu notieren.

Das ist ungefähr was ich Ihnen noch beizufügen wünschte, und bin dann so frey dieser Tage einmal zu Herr Beckh zu gehen, damit ich theils erwähnte Sachen notieren kan und theils auch ein wenig mit den Plänen vertraut werde. Wenn nur fest an den mäßigen Steigungsver hältnißen gehalten wird, den dieses ist ein wichtiger Vortheil für den Betrieb.

Ich wollte Obiges Ihnen nicht länger vor | enthalten, und bin bereit zu thun was Sie für gut finden.

Inzwischen empfehle mich hochachtungs vollst und grüße freundschaftlich ergeben

W. Henggeler Schmid

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Datierung gemäss Briefkontext.

Kontexte

  • [ 1857 ?]